„Wo, wenn nicht in Brauch und Zeremonie, werden Unschuld und Schönheit geboren?“ William Butler Yeats

Ein weiteres Ritus

Ein weiteres Ritus

Definition: Ein Ritual (von lateinisch ritualis ‚den Ritus betreffend‘, rituell) ist eine nach vorgegebenen Regeln ablaufende, meist formelle und oft feierlich-festliche Handlung mit hohem Symbolgehalt. Sie wird häufig von bestimmten Wortformeln und festgelegten Gesten begleitet und kann religiöser oder weltlicher Art sein (z. B. Gottesdienst, Begrüßung, Hochzeit, Begräbnis, Aufnahmefeier usw.). Ein festgelegtes Zeremoniell (Ordnung) von Ritualen oder rituellen Handlungen bezeichnet man als Ritus.
Quelle: Wikipedia

Seit fünf Tagen habe ich ein neues Ritus in meinen Tagesablauf integriert.
Dafür stehe ich sogar fünf Minuten früher auf. Ich mache ein 7-Minuten Zirkeltraining, um meinen Kreislauf in Schwung zu bringen und meine Fitness zu steigern.

Rituale sind wertvolle Stimmungsverstärker, Glaube ist ein Aufmerksamkeitslenker und Musik ein archaischer Gefühlsverstärker.
Ulrich Warnke, Quantenphilosophie und Spiritualität

Weisst Du was an Riten so toll ist?
Sie werden nach einiger Zeit zur Normalität. Am Beginn einer neuen Sache fällt es uns noch sehr schwer, dran zu bleiben, weil sich unser Gehirn noch nicht an die neue Tätigkeit gewöhnt hat. Meist fangen wir mit einer großen Motivation an, um dann nach einigen Tagen entnervt aufzugeben. Wir müssen uns Tag für Tag dazu selbst motivieren, den Vorgang an zu gehen. Es ist zunächst ein ständiger Kampf.

Es braucht 21 Tage, um neue Prozesse zu erlernen

Warum das so ist, wurde in wissenschaftlichen Studien schon oft nachgewiesen. Unser Gehirn ist träge beim erlernen neuer Tätigkeiten und bedingt durch unsere Evolutionsgeschichte sieht es in allem Neuen eine Gefahr für unser Überleben.
Es dauert eine Weile, bis diese Gedanken ausgeschaltet sind, und dann fängt der Bereich unserer Komfortzone an, sich zu vergrößern. Der neue Vorgang ist zur Normalität geworden, wir haben ein neues Ritual in unseren Alltag integriert.
Für diesen Prozess benötigen wir ziemlich genau 3 Wochen.

Haben wir diesen Zeitraum überstanden, dann fängt es an, richtig Spass zu machen. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um so was banales, wie das Zähne putzen oder so was schwieriges wie der Besuch einer Königspython in ihrem Käfig handelt.

Es gibt keine Grenzen. Nicht für den Gedanken, nicht für die Gefühle. Die Angst setzt die Grenzen.
Ernst Ingmar Bergman (1918-2007)

Es sind die Ängste, die unser Leben im Griff halten, bis – ja, bis wir Sie überwinden.
Ok, bei manchen Ängsten geht es auch schneller als die drei Wochen, da spielen dann Faktoren wie die Ausschüttung von Adrenalin usw. eine Rolle. Kommt der Spassfaktor als eine Grösse hinzu, kann es mit dem ersten Mal um uns geschehen sein. Da ist dann nur häufig die erste Hemmschwelle eine viel größere – ein Bsp. könnte der Sprung aus einem Flugzeug sein. Wie Du solche Hindernisse angehen kannst, werde ich in einem späteren Blogbeitrag beschreiben.

Jetzt aber zurück zu dem Ritus. Im Moment habe ich am Morgen manchmal noch Schwierigkeiten, die fünf Minuten früher auf zu stehen, im Bett ist es so gemütlich und ausserhalb so brr. Dann stelle ich mir aber nur kurz vor, wie toll es ist, wenn ich wieder die Übungen absolviert habe und durchgeschwitzt unter der Dusche stehe. Und schon schaffe ich es aus dem Bett und rein in den Frühsport.

Was macht ihr, um neue Vorgänge in euren Alltag zu integrieren?
Ich freue mich auf eure Beiträge.

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Me_webFrank Ohlsen ist Entspannungstrainer und Outdoorcoach mit den Schwerpunkten Achtsamkeit, Mentaltraining und Persönlich-keitsentwicklung. Seine Vision von einer besseren Welt lautet: Meine Reisebegleiter jeden Tag ein bisschen glücklicher machen und Wege aufzeigen, dass es so bleibt.

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