Die Kindheit in den 70er und 80er Jahren

Die Kindheit in den 70er und 80er Jahren

1964 erblickte ich das Licht der Welt. Ich wuchs die ersten Jahre in einer Kleinstadt auf, der wundervollen Stadt Schleswig. Doch noch vor meiner Einschulung zogen wir dann aufs Land, und die Natur und meine Freunde dort haben mich nachhaltig geprägt.

Eichhoernchen

Nach der Schule und den Hausaufgaben ging es raus, oft spielten wir auf dem Bolzplatz Fussball oder fuhren mit den Fahrrädern durch Feld, Wald und Wiesen. Oder wir kletterten auf Bäume, trieben uns am Mühlenteich oder am und im Selker Noor herum. Wir hatten Kleider für die Schule, die dann danach gegen solche fürs Spielen getauscht wurden. Und das war gut so, denn sehr oft kam ich dreckig, manchmal auch nass nach Hause, weil ich mal wieder im Bach gelandet war.

Die wichtigsten Bezugspersonen waren meine Eltern, meine Großeltern und meine Freunde. Sehr gut erinnere ich mich auch noch an meinen ersten Lehrer in der Grundschule, Herrn G. Er stand kurz vor der Pensionierung, hatte schon meinen Vater unterrichtet. Er unterrichtete uns in Mathematik. Zu Beginn jeder Stunde mussten alle aufstehen. Dann wurde das kleine und große Einmaleins geübt. Wer das Ergebnis wusste, durfte sich setzen. Ich war damals schon sehr gut in Mathe, und war daher immer einer der Ersten, die sich setzen durften, was sehr motivierend war. Wird auf solche Dinge heute noch Wert gelegt?

Dammwild

Meine Großeltern mütterlicher seits lebten in der Nähe vom Bahnhof in Schleswig – und so gingen mein Großvater und ich immer dorthin und sahen den Zügen zu.  Sie hatte einen großen Garten, dort wurde Gemüse angebaut. Und das wurde dann zum Essen zubereitet. Soßen waren aus dem Bratensaft oder aus Mehlschwitze.  Fertigwaren gab es bei uns nicht.
Was aus der Ernte übrig war, wurde eingeweckt. Das reichte meist den ganzen Winter hindurch. Wie meine Mutter noch bei uns war wurde auch viel im Garten angebaut. Die Erdbeeren schafften es oft gar nicht bis in die Küche, der größte Teil war schon vorher verzehrt. Die erste Zeit hatten meine Großeltern noch ein Plumpsklo über dem Hof. Wenn wir dort hin mussten, kam Opa immer mit einem großen Knüppel mit, um die Ratten zu verscheuchen.

Schlechtes Wetter gab es nicht, dafür entsprechende Kleidung. Ganz egal ob Sommer oder Winter, wir waren draußen zu Hause.

Handy – Fehlanzeige. Die waren noch nicht erfunden bzw. später noch unerschwinglich. Mein Onkel hatte eines der ersten für sein Auto, ein großer Koffer, im C-Netz. Gibt es heute schon lange nicht mehr, diese Geräte lagen um die 2000 DM in der Anschaffung und die Gebühren waren auch sehr teuer. Überhaupt, Telefon an sich – halte dich kurz, Telefon ist auch teuer. Flatrate war noch nicht erfunden.

Und bei den Fahrrädern war das Bonanzarad beliebt. Ich bekam dann eines zu Weihnachten und war stolz wie Bolle. Das war damals so wie heute die Cruiser Fahrräder mit den irren breiten Reifen.

Fahrrad

Als ich etwas größer war, und zur Schule nicht mehr im Dorf, sondern in die Stadt Schleswig musste, gab es dafür einen Bus. Die Freunde, die sich nun ebenfalls in einem größeren Bereich befanden, wurden dann eben mit dem Bus oder dem Fahrrad aufgesucht. Gefahren wurde ich nur äußerst selten. Heute sind wir Eltern ja ständig für die Kinder unterwegs, fahren Sie zum Musik- oder Sportunterricht, zur Nachhilfe und zu Freunden.

Und Computer waren auch noch Mangelware.

Zuerst hatte ich einen Sinclair ZX81, der 1981 auf den Markt kam. Er hatte 1 KB Arbeitsspeicher, mit einer Erweiterung auf 64 KB und ein externes Kassettenlaufwerk, über das die Programme geladen wurden. Die Grafik wurde über ein monochromes Display an den Fernseher über UHF moduliert und Programme wurden entweder aus Zeitschriften abgetippt oder selber geschrieben – mit Basic.

Der Rechner war vergleichsweise erschwinglich, lag um die 400,- DM neu, ich kaufte diesen etwa 1983 für ca. 100,- DM.

Meinen ersten eigenen PC leistete ich mir während meiner Zeit bei der Bundeswehr als Erwachsener.

Das war damals ein 286er, und der kostete ein Vermögen. Er hatte 1 MB Arbeitsspeicher, eine 40 MB Festplatte und der Monitor war bernsteinfarben. Dafür musste ich gebraucht noch 500 DM hinlegen.
Maus gab es noch nicht, auch kein Windows.

Internet gab es für uns noch nicht, wir hatten Mailboxen, die wir mit einem Audiokoppler anrufen konnten, so genannte Usenets. das muss so ca. 1990 gewesen sein.

In den Autos gab es weder Kindersitze noch Sicherheitsgurte.

Das sind alles Errungenschaften der rasanten technischen Entwicklung. Und wo uns diese hingeführt hat, wissen wir hinlänglich.

Dauerhafter Stress und Burnout, das war damals auch noch eher die Ausnahme als die Regel. Heute muss alles immer noch schneller gehen, der Leistungsdruck wird ständig erhöht, bis eben nichts mehr geht und die Menschen zusammen brechen.

Aber dafür bin ich ja jetzt da, um Dich wieder zurückzuholen – in die Entspannung. Und wenn du glauben solltest, dass das nicht geht, besuche mich doch mal auf einem meiner Seminare. Seit fast vier Jahren lebe ich es vor und zeige dir, wie auch du es schaffst.

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Dieser Artikel ist Teil einer weiteren Blogparade „Unsere Kindheit der 70er und 80er Jahre“ Mein Dank für die Inspiration geht an Frau Mutter.

4 Gedanken zu „Die Kindheit in den 70er und 80er Jahren“

  1. Ja, da werden Erinnerungen wach lieber Frank,

    danke für deinen Einblick in deine jugendlichen Jahre. Ich war in den 70ern schon Jugendliche, habe meinen ersten Mann kennengelernt und habe 1973 das erste Mal geheiratet.
    Aber auch in meiner Kindheit war das eher so wie du das beschrieben hast.
    herzliche Grüße
    Barbara

  2. Lieber Frank,

    danke für Deinen Artikel, welcher mich auch in meine Kindheit zurückkehren ließ.
    Ich kann mich in so vielen Dingen wiedererkennen und sage heute noch sehr oft, wenn ich die Kindheit meiner 13-jähringen Tochter mit meiner vergleiche – ach war die schön. Heute möchte ich kein Kind mehr sein – traurig eigentlich. Wir waren so unbeschwert. Heute sind die Kinder nur noch gestresst und so unselbstständig – da man, wie Du schon schreibst sie überall hinfährt – zur Musikschule, zum Geburtstag einer Freundin (weil 4 km Entfernung ja soo weit sind und Bus sowieso kaum fährt) und und und.

    Liebe Grüße
    Birgit

  3. Lieber Frank,

    sehr schön, wie du mich in deine Kindheit mitgenommen hast.

    Ich wurde bereits 1956 geboren. Auch ich erinnere mich an verschiedene sehr schöne Dinge, wie Urlaube mit meinen Eltern in der Eifel mit ausgedehnten Waldspaziergängen (querfeldein) oder unsere wunderschönen Weihnachtsfeste mit der gesamten Familie.

    Heute sind die Zeiten sicherlich viel stressiger als früher.

    Liebe Grüße
    Gabriele

    1. Liebe Gabriele,
      schon als meine Kinder klein waren, stellte ich sehr oft fest , dass deren Freiheiten im Vergleich zu den meinen schon eingeschränkter waren, obgleich meine Kinder noch sehr viel draußen waren. Wir haben Sie immer raus geschickt, Computer gab es für sie erst, als Sie in der weiterführenden Schule waren, Handys erst in der 6ten oder 7ten Klasse. Wir fuhren Sie aber schon zu sehr vielen Gelegenheiten.
      Heute haben die Kids ja oft schon den Zugriff während der Grundschule, und auch das Handy begleitet sie ja schon in den Kindergarten.
      Entsprechend stimme ich dir mit deiner Äußerung zu – die Welt ist heute oft sehr viel schnelllebiger. Um so wichtiger sehe ich es an, dass wir uns Ruhepunkte suchen, um den Stress nicht überhand nehmen zu lassen.

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