Trinkwasserschutzgebiet Westergellersen

Wasserschutzgebiet Gellersen erhalten

Wasserschutzgebiet Gellersen erhalten

Die Deutsche Bahn hat auf Anfrage des Bundesverkehrsministeriums kürzlich eine Machbarkeitsstudie zu Alternativen der bereits geplanten Y-Trasse erstellt und vorgestellt.

Die verschiedenen Varianten sind neben dem Ausbau der Bestandsstrecken auch Neubaustrecken wie z.B. eine Güterverkehrsstrecke Maschen – Soltau – Celle oder eine zweigleisige Hochgeschwindigkeitsstrecke von Ashausen durch den Naturpark Lüneburger Heide und das Wasserschutzgebiet Gellersen nach Suderburg bzw. Unterlüß.

Bahntrasse Ashausen - Suderburg/Unterlüß

Diese Streckenführung wird von der Bahn – so hat es den Anschein – bevorzugt, da es sich hierbei um die günstigsten Alternativen mit 1,4 Mrd. bzw. 2 Mrd. € und den wenigsten betroffenen Haushalten (5000 bzw. 10000 Haushalte) handelt.

Längst haben sich Bürgerinitiativen entlang der geplanten Strecken gebildet, die gegen den Bau der Trasse sind. Doch wohin führen diese Art von Initiativen? All zu oft erreichen diese genau das Gegenteil von dem, was Sie bezwecken.

“Auf eine Antikriegsdemo gehe ich nicht, auf eine Friedensdemo sehr wohl!”
Mutter Teresa

Mutter Teresa hatte genau das erkannt, und genau das ist der Grund, warum ich hier einen anderen Weg gehe.

Wie gesagt, werden dabei neben der Lärmbelästigung für die Anwohner (tagsüber ICE Verkehr, nachts Güterverkehr im Minutentakt) wichtige Schutzgebiete durchschnitten und damit zerstört. Der Ausbau der Bestandsstrecken ist angeblich zu teuer, Natur zu zerstören kostet ja kein Geld.

durch diesen Wald soll die Trasse laufen...

Nicht auszudenken wären die Folgen eines Unfalls in mitten des Wasserschutzgebietes.

Was bedeutet ein solcher Neubau für die Region Gellersen?

  • Westergellersen wird von der Region abgeschnitten
  • kein Nutzen für die Region
  • Lärm
  • Gefährdung des Wasserschutzgebietes durch Gefahrgüter
  • Zerstörung des Naturparks Lüneburger Heide
  • Negative Auswirkungen auf das für über 12 Mio. € erweiterte Turnierplatzgelände in der Westergellerser Heide.

Nicht nur als Betroffener mache ich hier auf diese Pläne aufmerksam, der Schutz bestehender Natur- und Wasserschutzgebiete geht uns alle an. Aus dem Wasserschutzgebiet Westergellersen werden (Stand 2000) über 32000 EW aus den Gesamtgemeinden Gellersen, Ilmenau und Ostheide mit Trinkwasser versorgt.  Der Wald, durch den die Trasse laufen würde, wäre zum größten Teil ein Trinkwasserwald, also ein Laub- und Mischwald. Diese Wälder produzieren pro Jahr etwa 0,8 Mio. Liter Trinkwasser mehr als reine Nadelwälder.

Trinkwasserwald

Neben der Aufgabe der Trinkwasserversorgung dient diese Landschaft aber auch vielen als Naherholungsgebiet. Der Pastor Bode Weg von Lüneburg in die Wilseder Heide und der Jakobsweg laufen hier entlang. Lebensräume der Wildtiere werden erneut beschnitten, sollte die Trasse gebaut werden. Wird nicht schon genug Natur zerstört? Wann denken wir endlich um. Die Natur, die einmal mit einer solchen Baumaßnahme zerstört wird, ist nicht mehr zurück zu holen. Nicht nur für uns ist der Erhalt der Umwelt wichtig, viel wichtiger ist es, diese auch für unsere Kinder zu erhalten.

Daher schließe ich diesen Beitrag mit einem indianischen Sprichwort.

Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt –
sondern von unseren Kindern geliehen.
Indianische Weisheit

Sollte euch an dem Erhalt der Natur gelegen sein, dann stimmt für den Erhalt der Natur entlang der geplanten Strecke und verhindert so den Neubau.

2 Gedanken zu „Wasserschutzgebiet Gellersen erhalten“

    1. Zum einen können wir darauf aufmerksam machen, was geplant ist, zum anderen über die Auswirkungen informieren, die eine solche Trasse hätte, wenn Sie dann gebaut wird.
      Ganz aktuell hat die Stiftung Warentest Mineralwasser getestet, http://www.express.de/ernaehrung/stiftung-warentest-mineralwasser–nur-jedes-fuenfte-sauber,9567938,27939550.html
      Leitungswasser, das beweisen ebenfalls Studien, haben oft eine wesentlich bessere Qualität, weil hier die Grenzwerte für Schadstoffe niedriger angesetzt sind als bei Mineralwasser.
      http://www.aquaspender.de/Grenzwerte.htm
      Bei Mineralwasser sind z.B. für Chlorverbindungen und Pestizide keine Grenzwerte festgelegt.

      Was mit dem Trinkwasser passiert, wenn jetzt ein Gefahrguttransporter verunglücken sollte, würde uns im Augenblick vielleicht noch nicht direkt betreffen, da es einige Jahrzente dauern kann, bis diese im Grundwasser angekommen sind – aber es betrifft dann spätestens die nachfolgende Generation.

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