Schule der Tiere

Schule

Die Schule der Tiere

Einmal hatten die Tiere entschieden, sie müssten etwas Heroisches tun, um den Problemen >>einer neuen Welt<< zu begegnen. Also organisierten sie eine Schule.

Sie wählten einen Lehrplan der Aktivitäten, die in Laufen, Klettern, Schwimmen und Fliegen bestand. Um es einfacher zu machen, den Lehrplan zu verwalten, wählten alle Tiere jedes Fach.

Die Ente war ausgezeichnet im Schwimmen, tatsächlich sogar besser als Ihr Lehrer, aber sie konnte beim Fliegen nur gerade eben bestehen und war sehr schlecht im Laufen. Da sie beim Laufen langsam war, musste sie Nachhilfestunden nehmen und auch Schwimmen ausfallen lassen, um Laufen zu üben. Dies wurde beibehalten, bis Ihre Schwimmfüße arg mitgenommen waren und sie im Schwimmen nur noch durchschnittlich war, Aber Durchschnitt war akzeptabel in der Schule, also machte sich niemand darüber Sorgen, außer die Ente.

Das Kaninchen begann als Klassenbester im Laufen, hatte aber einen Nervenzusammenbruch wegen der vielen Arbeit, um im Schwimmen aufzuholen.

Das Eichhörnchen war ausgezeichnet im Klettern, bis es in der Flugklasse frustriert wurde, wo sein Lehrer es vom Boden aufwärts starten ließ anstatt vom Baumwipfel abwärts. Es entwickelte auch einen Muskelkater von der Überanstrengung und bekam dann ein C im Klettern und ein D im Laufen.

Der Adler war ein Problemkind und wurde streng bestraft. In der Kletterklasse schlug er alle anderen bis zum Wipfel des Baumes, bestand aber darauf, auf seine eigene Art dort hin zu kommen.

Am Ende des Jahres hatte ein abnormaler Aal, der extrem gut schwimmen konnte, und auch ein wenig laufen, klettern und fliegen, den höchsten Durchschnitt und hielt die Abschiedsansprache.

Die Präriehunde blieben außerhalb der Schule und kämpften gegen die Steuererhebung, weil die Verwaltung Graben und Gänge bohren nicht in den Lehrplan aufnehmen wollten. Sie ließen Ihre Kinder bei einem Dachs ausbilden und vereinigten sich später mit den Murmeltieren und Zieseln, um eine erfolgreiche Privatschule zu gründen.

Hat diese Geschichte eine Moral?

George H. Reavis in „Hühnersuppe für die Seele von Jack Canfield und Mark Victor Hansen“

Warum diese Geschichte und welche Moral steckt dahinter? Aus meiner Sicht zeigt diese Geschichte ziemlich deutlich, wie unser Schulsystem hier in Deutschland aufgebaut ist. Ein System, das seit der Einführung im Mittelalter fast unverändert fortgeführt wird.Die ersten Schulen entstanden in Klöstern und der Lernprozess wurde als Buße angesehen, und auch bei den Preußen, nach der Einführung der Allgemeinen Schulpflicht durch Friedrich dem Großen änderte es sich nicht, hier stand dann der militärische Drill in der Schule an.
So sehen wir bis heute den Prozess des Lernens als eine Sache, die schwer fallen muss.

Dabei kann Lernen sehr viel Spass machen, wenn wir es richtig verstehen. Als Wissenschaftlich erwiesen gilt, dass wir nach 20-25 Min. eine Bewegungspause von 5 Minuten machen sollten, um unser Gehirn anzuregen und ausreichend Sauerstoff zuzuführen. Im Anschluß sind wir wieder aufnahmefähig.

Vor kurzem kam eine Langzeitstudie über unangepasstes Denken heraus, in der als Ergebnis herauskam, dass 98% aller Kinder im Alter von 3-5 Jahren hochbegabt sind, am Ende der Schulzeit sind es noch 2%. Nachzulesen ist diese Tatsache unter anderem in dem Magazin Brennstoff Nr. 33.

Die Schwachpunkte der Allgemein Bildenden Schulen sind aus meiner Sicht:

1. Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder wird schon ab dem Kindergarten eingeschränkt, in der Schule dürfen Sie sich dann gar nicht mehr bewegen.

2. Der kindliche Spass am Lernen wird in der Schule genommen, Stärken werden nicht gefördert, und bei den Schwächen wird mit Druck darauf hin gearbeitet, dass dieser gelernt wird. Wie in der kleinen Geschichte beschrieben, ist der Durchschnitt in allen Fächern akzeptabel.

3. Wer bis in die Schulzeit noch etwas von seiner hohen Intelligenz bewahren konnte, der verliert sie nun, denn nun wird das Gehirn unterfordert, den Kindern wird langweilig und häufig werden diese dann durch stören des Unterrichtes auffällig.

Die gute Nachricht ist, dass wir Selbst im Alter noch unser Gehirn trainieren können und so zu einem besseren Gedächtnis gelangen können, es gibt außerordentlich gute Techniken, wie z.B. die Mnemotechnik.

Bei dieser Technik werden Lerninhalte mit Bildern verknüpft und so Geschichten entwickelt, mit deren Hilfe Lerninhalte innerhalb kürzester Zeit behalten und oft nach Jahren noch abgerufen werden können. Je verrückter die Geschichte, um so einfacher behalten wir diese.

Eine Geschichte, die viele von uns gelernt haben, und die nichts anderes macht ist z.B. diese:“ Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“ – früher waren es unsere neun Planeten, aber Pluto gilt nicht mehr als Planet.

Wir haben damit die Reihenfolge unseres Planetensystemes vom nächstgelegenen bis zum entferntesten.

Merkur, Venus, Erde, Mars. Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun.

Selbst Formeln, Fremdsprachen und Namen lassen sich mit dieser Technik erlernen. So wäre es ein Riesen Fortschritt, wenn wir diese Techniken schon in Kindergarten und/oder Grundschule vermitteln würden.

Eine ähnliche Einschränkung erfahren wir, wenn wir lesen lernen. Wir lernen Buchstabe für Buchstabe und bilden aus der Aneinanderreihung dann die Wörter.

Das Gehirn aber ist in der Lage, viele Wörter zu gleich zu erfassen und zu verarbeiten, eine Technik, die Schnellleser nutzen. Es ist nicht notwendig, einzelne Wörter zu lesen. Haben wir diese Technik erst einmal erlernt, behalten wir das gelesene viel besser und ermüden weniger als beim konventionellen Lesen.

Ein einfacher Test kann das verdeutlichen. Wenn Ihr in ein fremdes Zimmer kommt und den Blick schweifen lasst, achtet mal darauf, wie schnell ihr die Gegenstände erfassen könnt. Und dann geht erneut durch das Zimmer und bennent jeden Gegenstand einzeln. Fällt euch dabei etwas auf.

Das Fazit für mich lautet: Schule darf, ja soll Spass machen. Es ist Zeit für eine wirkliche Schulreform. Für mich und meine Kinder käme diese zwar zu spät, aber es kommen ja auch Enkel. Und natürlich lassen sich diese Prozesse auch auf unser Arbeitsumfeld ausdehnen. Stellt euch nur mal vor, jeder hätte unglaublichen Spass an der Arbeit, Projekte gehen spielend von der Hand, ohne Druck durch Vorgesetzte oder Auftraggeber.Wäre das nicht einfach großartig? Und wie sähe wohl dann das Ergebnis in der PISA Studie aus? Ob wir als eines der höchst entwickelten Ländern der Welt dann wohl immer noch auf Platz 16 wären, wie aktuell in 2013?

Wie seht Ihr die Situation?

 

2 Gedanken zu „Schule“

  1. um es (nicht gesichert) mit Albert Einstein zu sagen:
    „Jeder ist ein Genie! Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.“
    Unsere Schulen richten Hochbegabte zugrunde und können schwächeren Schülern – schon allein aufgrund der Klassengröße – nicht gerecht werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sechs + acht =