Die interessante Zahl – 10

Die interessante Zahl – 10

Heute hat die Interessante Zahl mit unserem Gesundheitswesen zu tun, genauer gesagt mit dem des Burnout und was wir zur Prophylaxe beitragen können. Seit Jahren steigt der Anteil der Patienten mit der Diagnose Burnout.

Burnout ist keine Krankheit

Wobei Burnout laut dem ICD10 Schlüssel eigentlich keine Krankheit ist, sondern mit der Diagnose Z73 zu den Faktoren zählen, die den Gesundheitszustand beeinflussen und somit zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen. Ähnliches ist bei Unfällen oder Schlägereien der Fall.

In 2011 lagen die Arbeitsunfähigkeitstage pro 100 VJ (Versicherungsjahren) wegen der Diagnose Z73 bei 10

AU-Tage-Burnout
AU-Tage je 100 Versichertenjahre

Würde man Burnout zu den psychologischen Erkranken zählen, so würden diese in diesem Segment mittlerweile auf Platz 6 landen.

Angeführt werden diese mit den Depressiven Episoden mit 85 Tagen. Das aber auch Burnout die Psyche verändert, daran besteht kaum mehr ein Zweifel.

Betroffene fühlen sich häufig wie im Hamsterrad gefangen, vergleichen ihre Arbeit mit der eines Sisyphus und fühlen sich ausgelaugt und abgeschlagen. Viele tragen die Symptome oft schon jahrelang mit sich herum, ohne zum Arzt zu gehen und ertragen Ihr Leid, weil Sie glauben, damit allein zu sein. Das Krankheitsbild zeichnet sich nur allmählich und schleichend ab.

Psychische-Beschwerden
Anteil Beschäftigter, die trotz psychischer Beschwerden zur Arbeit gingen

Näheres dazu findet sich dann auch in meinem E-Book, dass Du nach Anmeldung zum Newsletter als Geschenk erhältst.

Hast Du schon mal einen Burnout Test gemacht?

Dort kannst du dann auch einen Test machen, um für dich fest zu stellen, ob du Gefahr läufst, selbst an Burnout zu erkranken.

Doch warum schreibe ich davon in diesem Beitrag? Zum einen liegt die durchschnittliche Erkrankungsdauer von Betroffenen bei 37 Tagen, zum anderen sind diese nach dem Erkennen mit zum Teil sehr einfachen Mitteln zu vermeiden.

Eine sinnvolle Beschäftigung ohne Zeit- und Leistungsdruck

Zu diesen Mitteln gehört eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und der bewusste und achtsame Umgang mit sich selbst. Spaziergänge in der Natur, Meditation oder auch Sport (ohne einen Leistungsdruck) sind probate Mittel, die bedingt auch bei der Behandlung von Depressionen helfen können. Ich bin zu der Überzeugung gelangt:

Die Natur ist der weitaus beste Therapeut – und bei weitem der billgste.
Frank Ohlsen

Das haben auch diverse Studien belegt. Und diese Überzeugung ist auch der für mich wichtigste Grund, warum ich meine Seminare und Trainings so weit wie möglich in der Natur gebe.

Lassen sich auch Depressionen in der Natur behandeln?

Und neben der Vermeidung eines Burnout Syndroms glaube ich ja auch sehr stark, dass sich Depressionen durch Bewegung in der Natur behandeln lassen. Werden diese dann durch einen mitfühlenden Menschen begleitet, könnte der Effekt auch noch verstärkt werden.

Doch wie komme ich zu dieser Meinung? Dazu habe ich eine kurze Geschichte.

Vor etwa zwei Jahren begegnete mir auf meinen Spaziergängen immer wieder eine Frau um die vierzig. Zu Beginn dieser Begegnungen schaute sie immer sehr grimmig und erwiderte auch meine Begrüßungen nie. Doch nach einigen Wochen erhellten sich Ihre Gesichtszüge immer mehr und noch etwas später lächelte sie dann auch zurück und erwiderte dann auch meine Wünsche für einen wundervollen Tag. Wir haben zwar nie darüber gesprochen, aber ich nehme an, dass Sie zu Anfang doch sehr bedrückt war.

Doch das ist nur eine Vermutung meinerseits.

 

 

 

Ein Gedanke zu „Die interessante Zahl – 10“

  1. Hallo Frank,
    interessant finde ich ja schon, dass Burnout nicht als Erkrankung klassifiziert wird, wohingegen der Wunsch, sich gesund und vegetarisch zu ernähren, sehr wohl (weiß jetzt nicht mehr den Namen dafür, aber es hat mich ziemlich erstaunt).
    Gut, es ist ein bestimmtes Verhaltensmuster, das man lange lebt, indem man seine Grenzen nicht erkennt, immer meint, es ginge noch – bis zu dem Punkt, an dem es einen aus den Socken schießt. Und dann ist es schwer, eine entsprechende therapeutische Unterstützung zu bekommen, da selbst die Ärzte und Therapeuten erst mal mit Allgemeinplätzen (Struktur im Leben, gesunde Ernährung, Zielvorstellungen, etc.) kommen, die dir in DEM Zustand aber erst mal gar nicht möglich sind. Am besten hilft dann wohl tatsächlich auch der Austausch mit anderen Betroffenen, die wissen, wie es ist.
    LG
    Sybille

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

neun + zwölf =