Freiheit

Der Reiz der Freiheit beim wild campen

Der Reiz der Freiheit

Vor kurzem bin ich ja mal wieder von einer Wanderung zurück gekehrt. Dabei hat es mich von Schleswig bis nach Zingst geführt. Ich habe ja bereits über meine Vorbereitungen geschrieben gehabt.

Das ich bei dieser Wanderung aber in der freien Wildbahn genächtigt habe, darüber habe ich bisher noch kein Wort verloren.

Nun haben Gerfried und Olya vom Blog Womoguide zu Erfahrungen mit dieser Art des Reisens gefragt. Zwar bezieht sich deren Frage wohl hauptsächlich auf die Frage des Reisens mit Wohnmobilen, aber hey – sein Zelt einfach irgendwo auf zu schlagen ist doch auch wild campen oder etwa nicht?

Zumindest sehe ich das als Backpacker so!

Warum als Backpacker unterwegs?

Zunächst einmal bin ich als Backpacker unterwegs, weil ich so wirklich die Landschaft uneingeschränkt in mir aufnehmen kann. Ich nehme damit so viel mehr auf, als wäre ich mit dem Fahrrad oder einer noch schnelleren Art des Reisens unterwegs. Denn bei jeder anderen Art fliegt die Natur an uns vorbei und es entgehen uns viele wundervolle Details.

Backpacking mit Hund

Ferner muss ich mich bei dieser Art des Reisens auf das Wesentliche konzentrieren. Jedes Gepäckstück will gut überlegt sein, denn schnell kommen ein paar Kilos an Gewicht hinzu, die ich dann auf meinen Schultern mit tragen muss. Was alles zu meiner Wesentlichen Ausrüstung gehört, kannst du in meiner Packliste nachlesen.

Und außerdem bekomme ich gerade beim Wandern den Kopf so richtig frei, kann Pläne für die Zukunft machen und das Vergangene reflektieren.

Freiheit unterm Himmel
Ein Tarp gibt mir bei Regen ein Dach über dem Kopf und doch sehe ich den Sternenhimmel.

Campingplatz, Zimmer oder freie Wildbahn

Sicher hat ein Campingplatz seine Begründung, und auch das Hotelzimmer oder ein Appartement kann was schönes sein.

Wobei ich dann auch sehr gerne auf das Couch Surfing zurück greife. Beim Couch Surfing quartierst Du dich bei Einheimischen aus der Region ein. Dabei kommt es dann immer zu sehr spannenden und intensiven Gesprächen.

In der freien Wildbahn hingegen bist du auf dich allein gestellt.

Was ist wild campen?

Wild campen bedeutet im Grunde genommen, sein Lager auf öffentlichen Plätzen oder auf Privat Gelände zu errichten. Auf Privat Gelände solltest du dir vorher die Erlaubnis des Besitzers einholen, ansonsten wäre es Hausfriedensbruch und kann entsprechend geahndet werden. Auf öffentlichen Wegen ist das kampieren komplett verboten, bzw. nur an ausgeschilderten Orten erlaubt.

newsletter Quelle:pixabay

Während das wild campen verboten ist, ist das Lagern wiederum erlaubt. Die Übergänge sind hierbei meist fließend.  So ist ein Biwacksack, ein Tarp oder ein Schirm nicht gerade ein Zelt und es ist schwer auszumachen, ob jetzt gelagert oder schon campiert wird.

Auch sollte offenes Feuer und Müll vermieden werden. Wenn ich einen Platz verlasse, wird man allenfalls an dem nieder gedrückten Gras noch für kurze Zeit erkennen, das jemand an diesem Ort war.

Vielfach wird aber auch ein Auge zugedrückt, wenn man sein Zelt auf freier Wildbahn aufbaut. Du solltest nur darauf achten, nicht direkt in Naturschutzgebieten zu campen und vor allem alles sauber hinterlassen.

Ich habe selber sehr gute Erfahrungen damit gemacht, bei Landwirten zu fragen, um dort auf der Wiese mein Zelt aufzuschlagen. So umgehst du dann auch direkt jede Nachfrage und Bußgelder.

Campen im Elbsandsteingebirge

Das Elbsandsteingebirge ist nicht nur eine großartige Landschaft zum wandern. Hier ist auch an dafür eingerichteten Plätzen das boofen erlaubt. Boofen sind Auswaschungen im Fels, so dass kein Zelt benötigt wird. Hier liegst du sehr geschützt unter Felsvorsprüngen.

Freiheit boofen
Boofe in der Sächsischen Schweiz

Offenes Feuer ist aber auch hier nicht erlaubt und auch hier gilt die Vorgabe, den Platz sauber zu hinterlassen.

Das boofen gibt einem dann auch die Gelegenheit, schon bei Sonnenaufgang auf einem Gipfel zu meditieren.

Meditation am Berg

Das Zelt als Schlafplatz

Auf freiem Feld ist ein Zelt oftmals nicht zu verachten, da es doch ein wenig Schutz bietet vor Regen und vor neugierigen Blicken.

Zelt direkt am Strand

Und heutige Zelte sind schnell auf- und auch wieder abgebaut. Hier bieten sich besonders Wurfzelte an. Sie sind in 1 Minute fertig.

Fazit

Freiheit, das genau ist es, was ich fühle, wenn ich in der freien Natur als Backpacker unterwegs bin und dann unter freiem Himmel auch schlafe. Ich spüre die volle Lebensfreude, bin glücklich und zufrieden und erfahre dann aufs Neue, wie wenig es eigentlich braucht.

Wenn ich am Morgen von den ersten Sonnenstrahlen geweckt werde und die Einsamkeit erlebe, dann ist das ein unbeschreiblich schönes Gefühl.

Sonnenaufgang an der Ostsee

über den Autor

Me_webFrank Ohlsen ist Entspannungstrainer und Outdoorcoach mit den Schwerpunkten Achtsamkeit, Mentaltraining und Persönlich-keitsentwicklung. Seine Vision von einer besseren Welt lautet! „Meine Reisebegleiter jeden Tag ein bisschen glücklicher machen und Wege aufzeigen, dass es so bleibt“.

Wenn Du mehr zu gesunder Lebensweise, Glück, Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung oder über kritische Ansichten zu Natur und Umwelt wissen möchtest, dann sprich mich doch einfach an. Oder buche meinen Newsletter. Ich freue mich auch immer über die Ansichten meiner Leser in den Kommentarfeldern.

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