Archiv der Kategorie: Flora & Fauna

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Die interessante Zahl – 20 Schläge pro Sekunde

Die interessante Zahl – 20 Schläge pro Sekunde

Die heutige Zahl der Woche ist die 20. Sie hat etwas mit der Natur zu tun. 20 Schläge macht der Specht in einer Sekunde während seiner Balz.

Wer in diesen Tagen in die Wälder geht, hört es nun sehr häufig, das klopfen der Spechte. Bis zu 20 mal klopft der Specht mit einer Geschwindigkeit von ca. 25 km/h ins Holz hohler Bäume oder toter Äste. Das Männchen klopft jetzt besonders häufig, denn es ist Balzzeit, die selbst gezimmerten Höhlen sind bezugsfertig und mit dem klopfen locken die Männchen interessierte Weibchen an. In der übrigen Zeit des Jahres wird das klopfen dann wieder weniger.

Und durch das klopfen wird es auch für uns einfacher, den kleinen Buntspecht, der häufigste Vertreter hier bei uns, zu beobachten.

Er wird etwa 23 Zentimeter groß bei einer Flügelspannweite von ca. 34 cm und einem Gewicht von 60 – 90 g.

Nach der Paarung legt das Weibchen etwa 4 bis 7 Eier die in ca. 12 Tagen ausgebrütet sind. Bereits nach weiteren 18 Tagen sind die Jungvögel flügge und verlassen das Nest.

20 Schläge
Buntspecht beim klopfen

Höchstleistung bei der Kopfarbeit und keine Kopfschmerzen

Doch jetzt zur interessantesten Frage in dem Zusammenhang.
Warum bekommen Spechte keine Kopfschmerzen?
Stell Dir nur mal vor, du würdest mit deinem Kopf auch nur ein mal mit Wucht gegen einen Baum schlagen, wären diese unweigerlich die Folge.

Zunächst einmal schließen Spechte beim Hämmern Ihre Augen- eine Schutzmaßnahme, damit diese nicht aus dem Kopf fallen.

Ferner hat der Specht weniger Gehirnflüssigkeit. Bei uns sorgt diese dafür, dass das Gehirn gegen die Schädeldecke drückt. Statt dessen füllt das Gehirn des Spechtes den Schädel fast vollständig aus, so dass es nicht hin und her schwappt. Zudem ist sein Stirnbein über dem Schnabel mit Knochenbalken verstärkt und die Augenzwischenwand verknöchert.

Doch der wichtigste Schutz ist wohl der federnd gelagerte Schnabel, der wie ein Stoßdämpfer wirkt sowie die dazu gehörigen Muskeln, die gegen die Schlagrichtung gespannt sind. Diese fangen die Stoßwellen ab und wandeln sie in Zugkräfte um. Und eine weitere anatomische Besonderheit des Spechtes gegenüber anderen Vögeln, die Ihr Gehirn in Höhe des Schnabels haben, liegt es hier oberhalb des selbigen, so dass die Schläge nicht direkt aufs Gehirn wirken.

Alle diese Faktoren wirken also mit, dass der Specht keine Kopfschmerzen erleidet und selbst nach ca. 12000 Stößen täglich ohne Schäden bleibt.

Du willst auch das klopfen des Spechtes hören? Dann geh raus in den Wald. Es trägt ungemein zum Wohlbefinden bei, entspannt und ist gesund.

Die Aufzucht

kurzer Nachtrag: Es ist jetzt Ende Mai – ein Jahr später. In diesen Tagen ziehen die Spechte Ihre Jungen auf und gestern ist es mir nun tatsächlich mal gelungen, den Specht beim Anflug und der Fütterung seiner Jungen zu erwischen.

Der Buntspecht an seiner Höhle

In wenigen Tagen wird die Höhle bereits wieder verlassen sein. Es ist schon ein großes Glück, die Spechthöhle zu entdecken und dann auch noch den Vogel beim Anflug zu beobachten. Denn bekommt der Specht die Anwesenheit mit, fliegt er die Höhle erst einmal nicht mehr an.

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über den Autor

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Me_webFrank Ohlsen ist Entspannungstrainer und Outdoorcoach mit den Schwerpunkten Achtsamkeit, Mentaltraining und Persönlich-keitsentwicklung. Seine Vision von einer besseren Welt lautet: Meine Reisebegleiter jeden Tag ein bisschen glücklicher machen und Wege aufzeigen, dass es so bleibt.

 

Rettet die Bienen | Greenpeace

Greenpeace setzt sich für die Rettung der Honigbiene ein.
Das unterstütze ich natürlich. Und rufe euch als meine Leser ebenfalls auf, mir das gleich zu tun.

Bereits am 24.05.2013 hatte die EU-Kommision ein Verbot Dreier Pestizide zum 01.12.2013 beschlossen. Bereits damals informierte Greenpeace in einem Artikel über die Schwachstellen des Verbotes und die Gefahr ist leider noch nicht abgewendet.

Und neben den Bienen sind auch viele andere Arten bedroht. Es wird also Zeit, etwas zu unternehmen.

Denn kürzlich hat BASF erneut einen Antrag auf Sonderzulassung gestellt, wieder auf Kosten der Bienen.

Geht einfach auf die Webseite

Rettet die Bienen | Greenpeace.

und tragt euch ein. Oder wollt ihr zukünftig, dass unsere Blumen von den Roboter Bienen bestäubt werden?

Ich unterstütze die Aktion, denn eines sollten wir uns immer wieder klar vor Augen führen.

Wir haben die Erde nicht von unseren Vorfahren geerbt, wir haben Sie von unseren Kindern geliehen.
Sitting Bull Häuptling der Lakota Indianer

Mir persönlich sind jedenfalls echte Bienen lieber.

Biene

Waldmeister

Waldmeister

Bei uns im Garten blüht jetzt gerade der Waldmeister. Der Waldmeister blüht in großen Flächen, normalerweise in Buchenwäldern. Vor Jahren haben wir uns einige kleine Pflänzchen im Garten eingepflanzt und mittlerweile bedeckt er große Flächen von mehreren Quadratmetern.

Waldmeister enthält Cumarin. Cumarin ist ein natürlich vorkommender, aromatischer sekundärer Pflanzenstoff mit eigentümlichem, angenehm würzigem Geruch, der in großen Mengen gesundheitsschädlich ist. Waldmeister weiterlesen

Der gewöhnliche Löwenzahn

Der gewöhnliche Löwenzahn gehört zu den Gewächsen der Korbblüter.
Sie erreichen eine Wuchshöhe von etwa 10 bis 30 cm, und bildet eine Pfahlwurzel, die außen braun bis schwarz ist und eine Tiefe bis zu 1 m erreicht. In allen Pflanzenteilen ist eine weiße milchige Flüssigkeit enthalten.

Löwenzahnblüte

Die Pfahlwurzel geht in eine Sprossachse über und bildet dann über eine Rosette die Blätter ausbildet, die zahnförmig eingeschnitten sind.

Blätter des Löwenzahn

Den Blattachseln entspringen meist mehrere, bis zu 60 cm lange Blütenstandsstiele. Jeder ist eine blattlose, außen schwach befilzte, hohle Röhre. An ihrem oberen Ende stehen dicht spiralig verteilt 30 bis 40 abstehende Hochblätter, die bald austrocknen. Darüber bildet ein Wirtel aus Hüllblättern einen anfangs geschlossenen Schutz um die Blütenstandsknospe. Die Hüllblätter öffnen und schließen sich schützend mit dem Blütenstand und bleiben bis zur Fruchtreife grün.

geschützte Blüte des Löwenzahn   Pusteblume

Der Blütenstand ist eine Scheinblüte, in dem viele gelbe Zungenblüten zu einem tellerförmigen Körbchen von etwa drei bis fünf Zentimeter Durchmesser zusammengefasst sind. In ihm öffnen sich die Einzelblüten ringförmig von außen nach innen. In der mehrere Tage währenden Blütezeit schließt sich der Blütenstand jeweils bei Nacht, Regen oder Trockenheit und schließlich beim Verblühen. Nach mehreren Tagen öffnen sich die Hüllblätter letztmals bei Fruchtreife und entlassen zuerst die eingetrockneten und abgestoßenen Blütenhüllen der Zungenblüten. Die Früchte, schlank tonnenförmige, mit haarigen Flugschirmen (Pappus) ausgestattete Achänen, werden durch den Wind ausgebreitet (Schirmflieger). Der mit den Früchten besetzte Kopf des Blütenstandes ist die bekannte „Pusteblume“. Informationen aus Wikipedia

Blütezeit: Hauptblütezeit April bis Mai – es finden sich aber auch noch Blüten bis in den Herbst.

Der Löwenzahn findet in der Medizin vielfach Anwendung, z.B. zur Blutreinigung, hilft aber auch bei Fieber, Husten, Bronchitis, Rheuma, Gicht usw. Eine ausführliche Beschreibung findet sich unter http://www.heilkraeuter.de. Dort findet sich auch ein Rezept zur Herstellung für Löwenzahn-Kaffee.

In der Küche findet der Löwenzahn auch Anwendung für Salat, Sirup oder Honig.

 

Die Gewöhnliche Goldnessel

Es ist Mai und bei uns im Garten blüht gerade die Goldnessel.

Goldnessel

Mit Ihren Blüten erfreut Sie uns von Mai bis Oktober. Die gewöhnliche Goldnessel gehört zur Gattung der Taubnesseln aus der Familie der Lippenblütergewächse.

Weitere Namen sind Bienensaug, Todnessel, Wurmnessel, Löffelblume oder Zauberkraut.

Ihre Wuchshöhe ist 15 bis 60 cm.
Die Blätter haben bei der verwilderten Ausleseform auf der Oberseite silbrigfarbene Ornamente.
Die Blüten sind Goldgelb bis blassgelb, mit einem orangefarbenen Zeichnung auf der Unterseite.
Die Unterseite ist im Gegensatz zu anderen Taubnesselarten dreieckig.

Die Unterlippe der Blüte ist dreigeteilt

Die Goldnessel kommt im gemäßigten Eurasien vor, und liebt nährstoffreiche, feuchte Böden. Durch Ihre Fähigkeit, Ausläufer zu bilden, bildet Sie oft ausgedähnte Bestände.

Während der Blütezeit ist auch die Zeit für die Ernte. Gesammelt werden Blätter und Blüten des jungen Krautes.

Ausläufer der Goldnessel Ausläufer der Goldnessel

Medizinische Anwendungen:
Innerlich:

Menstruationsbeschwerden,Frauenleiden, Unterleibsbeschwerden, ist blutreinigend, beiSchlaflosigkeit, bei schlechtem Urinabgang,Nierenerkrankungen, Herzwassersucht, Harnleiden,brennendem Wasserabgang, bei Störungen der Verdauung, Skrofulose und Hautausschlägen, bei Geschwüren undKrampfadern, Blasenlähmung, Erkältung der Blase,Nierenentzündung, bei Nierenschrumpfung, Berieselung derNiere (Nierenerkrankungen : hier wird der Tee mitLabkraut und Goldrute zu gleichen Teilen gemischt.)

Äußerlich:
Für Umschläge bei Hautproblemen

Nebenwirkungen:
keine Bekannten

Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte :
Teebereitung : 1 gehäufter Teel. auf 1 Tasse Wasser, nur brühen, nicht kochen.
Umschläge : Hier nimmt man 3 gehäufte Teel. auf 1/2 Liter Wasser.

Quellen:
http://www.kraeuter-apotheke.net/
http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliche_Goldnessel